Herr Elmer hat sich verändert.

Von all den Dingen, die Felix nur tut, wenn er alleine ist oder sich unbeobachtet wähnt, sind wenig so merkwürdig wie das plötzliche Verkrampfen seines Körpers. Ohne sich darüber Gedanken zu machen, spannt er die Muskeln in seinen Gliedern an, krümmt sich leicht, sinkt in die Hocke und verharrt einige Sekunden lang in dieser Position. … Weiterlesen Herr Elmer hat sich verändert.

Die Idee ist gut.

Nachdem sie geduscht hat, steht sie vor dem Spiegel im Badezimmer und lässt ihre Finger durch ihre Haare gleiten. Sie möchte ihre Frisur verändern, möchte etwas Neues ausprobieren, mutig sein, experimentieren. Später, als die Haare endlich trocken sind, versucht sie, die Idee in die Tat umzusetzen; sie steckt Strähnen hoch, modelliert die Haare zu kreativen … Weiterlesen Die Idee ist gut.

Schwarze Flecken.

Manchmal ist sie zwei Personen, zwei Frauen, zumindest scheint es ihr so, und zumeist fällt ihr der trennende Schnitt zwischen Schein und Sein schwer. Sie betrachtet alte Fotos und sieht sich an Orten, an denen sie nie gewesen ist. Sie begegnet Menschen, die sie wie gute Bekannte grüßen, und kann sie nicht zuordnen. Sie zieht … Weiterlesen Schwarze Flecken.

Fledermäuse.

An der Wand hängt ein Bild von Mahatma Gandhi, und in der Regel starrt er lediglich ein wenig schläfrig in den Raum, doch manchmal ist er damit beschäftigt, einen Zauberwürfel zu bearbeiten und die gute alte Perfektion der gleichen Farben wiederherzustellen, oder er isst einen Apfel, meistens Golden Delicious, oder er schneidet Grimassen, und jetzt … Weiterlesen Fledermäuse.

Wahrscheinlich.

Ein zäher Nebel hat die abendliche Landschaft durchdrungen, in der Dämmerung ragen Straßenlaternen und Bäume dunkel in die graue Masse, die Häuser schälen sich schemenhaft aus dem Dunst, wenn man sich ihnen genügend nähert. Die Welt reduziert ihre Ausdehnung, jede Weite scheint ausgemerzt. Er fährt mit dem Auto über nahezu leere Straßen, der Blick klammert … Weiterlesen Wahrscheinlich.

Die Prozession.

Ein fahler Dreiviertelmond hängt in der Luft, beleuchtet die vereinzelten Wolkenfetzen und lässt den Himmel aussehen wie das fleckige Fell eines Tieres, eines unentdeckten Schneeleoparden vielleicht. Ein kühler Wind bewegt die Zweige, schiebt Laub vor sich her. Er hat das Haus verlassen und ist losgegangen, zwar ohne Ziel, aber zumindest mit Richtung. Jedes Mal, wenn … Weiterlesen Die Prozession.