Der Unmögliche.

Man sollte doch. Man müsste doch. Aber man kann nicht. Schon seine Füße. Wenn er steht und geht, beschreiben seine beiden Füße ein V. V wie Vogel, V wie Virus, V wie Vollidiot. Und dann geht er vorüber, die Füße ragen links und rechts wie irrgewachsene Äste aus seiner Route, und sein merkwürdig federnder Gang … Weiterlesen Der Unmögliche.

Rasiert.

Er war Hausmeister einer Schule. Die Schule war klein, aber er war groß. Er war beinahe zwei Meter hoch, doch er wirkte seltsam zierlich und unscheinbar, er ging stets ein wenig gebückt und überdies den Menschen gern aus dem Weg, und wenn man ihm begegnete und ihn anschaute, wichen seine Augen den Blicken aus. Manchmal … Weiterlesen Rasiert.

Diese Leute.

Man nimmt an einer Kundgebung teil, es geht um den Frieden, es geht um Flüchtlinge, um Respekt, da sind Regenbogenfarben und klare Worte auf Transparenten, man geht durch die Gassen der Stadt, einige hundert Menschen vielleicht, jung und alt, hell und dunkel, fröhlich und nachdenklich, laut und leise; man bewegt sich vorwärts, den Schaufenstern und … Weiterlesen Diese Leute.

Eine unerfreuliche Situation.

Auf einer Holzbank an einer Bushaltestelle sitzt ein junger Mann, vielleicht fünfundzwanzig, vielleicht auch dreißig Jahre alt, mit akkuratem Haarschnitt und glänzenden Lederschuhen. Man muss ihn nicht kennen, um zu ahnen, dass er entweder bei einer Bank, einer Versicherung, einem Wirtschafts- oder Beratungsunternehmen arbeitet. Sein Anzug ist zwar noch ein wenig zu groß, doch er … Weiterlesen Eine unerfreuliche Situation.

Raupen sind doof.

Raupen sind doof, Raupen sind nimmersatt, machen Salatblätter löchrig und Salatzüchter wütend. Schmetterlinge sind schön, sind herzerwärmend, kein anderes Tier darf in unseren Bäuchen fliegen. Wir preisen die inneren Werte, nichts sei uns wichtiger; jede Oberflächlichkeit bestreiten wir heftig, unser Sozialverhalten erscheint uns distinguiert, wir haben immer Recht, und sollten wir einmal falsch liegen, ist … Weiterlesen Raupen sind doof.