Er fährt in den Krieg.

Er fährt in den Krieg, nicht zum ersten Mal, sondern erneut, nach dem Urlaub fährt er wieder zurück in den Krieg, zurück an die Front, die Ostfront, er fährt mit dem Zug, mit dem Fronturlauberzug, zusammen mit vielen anderen Männern, er fährt mit dem Zug in den Krieg in einem Buch von Heinrich Böll, dem … Weiterlesen Er fährt in den Krieg.

Krieg und Frieden.

Eine Insel im Meer, vor der kroatischen Küste, dort, wo früher Jugoslawien war, vor dem Krieg, und diese Insel, sie ist erst seit einigen Jahren wieder frei zugänglich, zuvor war sie ein militärischer Stützpunkt, in manchen Kriegen, und überhaupt von großer strategischer Bedeutung, in allen Kriegen, in allen Konfliktsituationen, denn sie liegt wohl vorteilhaft, ein … Weiterlesen Krieg und Frieden.

Vampire.

Zu Beginn war es nur ein kleiner Tropfen, ein roter Punkt, der sich an die Oberseite ihres Fingers heftete, nachdem sie ihre Nase berührt hatte. Es war nicht das erste Mal, dass sie Nasenbluten hatte, deshalb machte sie sich keine Gedanken. Sie glaubte, das Bluten hätte bereits wieder aufgehört, doch sie irrte sich. Es wurde … Weiterlesen Vampire.

Chuck Norris.

Die Kulisse ist beeindruckend und beängstigend zugleich. Schauplatz ist eine kleine Stadt in Afghanistan oder Irak oder Syrien, man ist da nicht kleinlich. Im Hintergrund ragen graue Betonruinen in den gelblich-grauen Himmel. Im Vordergrund türmen sich derweil Schutt und Geröll. Staub und Sand und Rauch vermengen sich mit der heißen Luft. Man hört Rufe, einige … Weiterlesen Chuck Norris.

Hinter Fragen.

Er glaubt nicht an Gott, hat ihn nie gesehen oder gespürt, er glaubt an keine höheren Mächte oder dergleichen, doch einmal, da starb eine liebe Freundin, und es tat so weh, das war alles so sinnlos und widrig, sie fehlte an allen Enden, und am letzten Ende, am Tag, an welchem sie in der Erde … Weiterlesen Hinter Fragen.

Der Stürmer.

Die Sonne brennt auf der Haut, lässt die Schweißtropfen wie Perlen glitzern. Er atmet ein. Er atmet aus. Dann läuft er los. Die Rufe der Menschen zu allen Seiten vermengen sich zu einem Rauschen, ein betäubendes Brausen erfüllt die heiße Luft des Nachmittags. Sein Herz schlägt schneller, ungeahnte Kräfte treiben ihn immer weiter. Neben sich … Weiterlesen Der Stürmer.

Die Seiltänzerin.

Die Luft ist staubig, so durchdringend staubig, dass man sich kaum vorstellen kann, wie das Bild ohne Staub aussähe. Der Boden wirkt sandig, so allgegenwärtig sandig, dass man sich in einer Wüste wähnt, und sehr viel, was man sieht, ist Boden. Das war nicht immer so, doch die Häuser, sie wurden eben diesem Boden gleichgemacht, … Weiterlesen Die Seiltänzerin.

Rauschen, Schweigen.

Da sind Linien in der Haut der Bäume, tief eingekerbte Namen von Liebenden, und die Bäume schreien stumm, sie haben keine Stimme, und alles, was man hört, ist Rauschen. Da sind Linien in der Haut der Körper, tief eingekerbte Dramen von Leidenden, und die Körper schreien stumm, sie haben keine Stimme, und alles, was man … Weiterlesen Rauschen, Schweigen.

Hiroshima.

Da ist dieses Mädchen namens Hiroshima, obwohl, ein Mädchen ist sie nicht, sie ist eine junge Frau, eine durchaus attraktive, faszinierende Frau, doch einerseits ist sie trotzdem ein Mädchen, wird es immer bleiben, während sie andererseits viel zu früh aufhören musste, eines zu sein, und nun ist sie weder das eine noch das andere, eine … Weiterlesen Hiroshima.

Keine Fragen mehr.

Vielleicht sind wir müde, vielleicht frustriert, vielleicht haben wir bereits resigniert oder halten uns für klug. Wir haben aufgehört, Fragen zu stellen. Bichsel schrieb einst, Kinder lebten in Fragen, Erwachsene jedoch nur noch in Antworten. Aus «Warum gibt es Kriege?» wurde «Es gibt Kriege, es muss sie halt geben.» Fragen zu stellen bedeutet doch, etwas … Weiterlesen Keine Fragen mehr.