Wie es ist.

Es ist, wie es ist, sagt der alte Mann und faltet die Hände; er hat noch nie gebetet und wird jetzt nicht mehr damit anfangen. Er sitzt in seinem Sessel und lässt die Schultern hängen. Schräg vor ihm steht das Sofa, auf dem schon lange niemand mehr sass, und unter dem Sofa bemerkt er den … Weiterlesen Wie es ist.

Blumenmädchen.

Das Mädchen hält die Blumen in der Hand und die Hand ins Wasser. Wo es auch geht und steht, wohin es sich auch verirrt und treiben lässt, es hält die Blumen ins Wasser; an kleinen Seen und unentwegt zerrenden Flüssen, an gurgelnden Bächen, an jedem Brunnen. Es hat die Blumen nicht gepflückt, hat die Stiele … Weiterlesen Blumenmädchen.

Ein Sturm zieht auf.

Ein Sturm zieht auf. Draußen auf dem kleinen Platz zwischen den Häusern stehen Männer und ziehen an ihren Zigaretten und sie zieht die Vorhänge zu und zieht sich zurück ins Schlafzimmer und zieht sich aus. Ganz langsam zieht sie sich aus, sie hat keine Eile, die Zeit zieht sich hin, zieht Fäden wie flüssiger Käse. … Weiterlesen Ein Sturm zieht auf.

Zwei schweigen.

Am Straßenrand hängt ein junger Mann an einem Kreuz, die Arme ausgebreitet, den Kopf leicht abgewinkelt. An den Handflächen ist das Blut eingetrocknet, dunkle Flecken umranden die Stellen, an denen man ihm die Nägel durch das Fleisch getrieben hat. Sein Gesicht sieht traurig aus. Sie steigt von ihrem Fahrrad, lehnt es an die Leitplanke und … Weiterlesen Zwei schweigen.

Niemand spielt Klavier.

Das Fenster zum Innenhof ist geöffnet, wie an den meisten Tagen. Nur wenn der Wind zu ungestüm weht oder es eisig kalt ist, lässt sie das Fenster geschlossen. Heute ist es warm, viel zu warm für den Herbst. Der Innenhof, er ist meistens bis in den hintersten Winkel gefüllt mit Klang. Resolutes Pfannengeklapper, dumpfes Stimmengewirr, … Weiterlesen Niemand spielt Klavier.

Der fiese Hund.

Er hockt draußen unter der Laterne und bellt in die entvölkerte Nacht. Sie steht am Fenster und schaut hinaus und stellt sich vor, wie seine Augen bedrohlich funkeln wie schwarzes Glas, wie seine spitzen Zähne wütend aus dem Maul ragen und der Sabber von seinem Kinn tropft. Sehen kann sie es nicht, der Hund ist … Weiterlesen Der fiese Hund.

Brulguama.

Er steht am Bahnhof und versucht, die Plakate an den Wänden zu entziffern, doch da ist nichts, woran er sich festhalten könnte. Eine leicht bekleidete Frau sieht ihn von einem der Plakate an, in ihrem Blick liegt etwas Forsches und Forderndes, vielleicht auch Aufmunterndes. Neben ihrem Kopf steht das Wort Brulguama! geschrieben, in großen Lettern … Weiterlesen Brulguama.