Unverschoben.

Wenn sie ehrlich mit sich ist, klappt die Sache mit dem Glücklichsein vor allem dann, wenn sie die Augen schließt. Aber Dina ist nicht sonderlich gut darin, ehrlich mit sich zu sein. Am Anfang ist alles schwarz. Dann rötlich, ein dunkles Orange vielleicht. Dann kommen die Bilder. Dina kennt die Frau nicht, und dennoch wirkt … Weiterlesen Unverschoben.

Björn Borg.

Seine Hände sind warm und weich, so warm und weich, dass sie erschrickt und zusammenzuckt. Sie entschuldigt sich für ihre Reaktion, doch er schweigt. Maria weiß nicht genau, wann sie zum letzten Mal von einem Mann berührt worden ist, wirklich berührt, bewusst. Vielleicht ist es fünfzehn Jahre her, wahrscheinlich mehr. Damals war es Hugo, ihr … Weiterlesen Björn Borg.

Bruchteile.

Die Finger stolpern zunächst zaghaft über die nackte Haut, beinahe schüchtern, als wäre da eine Gefahr, der sie sich zu erwehren hätten. Sie gleiten vorsichtig über den Hals und die Schulterknochen, suchen sich dann Wege zwischen den Brüsten hindurch zum Bauch, zu den Hüften, zum Schoss. Allmählich werden sie bestimmter, die Bewegungen drängender. Sich zu … Weiterlesen Bruchteile.

Grunzen und schweigen.

In der Außenwelt rauscht ein heftiger Regen vom nächtlichen Himmel, aus den Lautsprechern klingt John Coltrane, doch das lauteste Geräusch ist ihr synchrones Atmen. Sie liegen in den Zwischenräumen der Zeit, ihre Körper umfließen sich in verschiedenen Prägungen, die Regionen der Haut werden mit zielstrebigen Händen vermessen. Er lässt seine Lippen über ihre Brüste taumeln, … Weiterlesen Grunzen und schweigen.

Schmelzende Konturen.

Es ist drückend, es ist schwül, ein heißer Tag im Sommer, da ist Flirren in der Luft, die Konturen, sie schmelzen, über den Hügeln türmen sich die Wolken, sie bauen sich auf, fließen ineinander, und dann, nach der Hitze, endlich der Regen, und sie tanzt und sie tanzt, sie tanzt durch den Sommerregen, das gefeierte … Weiterlesen Schmelzende Konturen.

Im Innern, im Erinnern.

Vor den Fenstern ein lautes Krachen. Sie zuckt zusammen, doch die Augen bleiben geschlossen. Vielleicht ein Unfall, vielleicht eine Explosion. Vielleicht der Krieg, vielleicht die Apokalypse. Es ist ihr egal. Es ist weit weg. Es ist draußen. Sie ist im Innern, im Erinnern. Das krachende Geräusch verhallt, versickert in der Ferne, die unmittelbar nach den … Weiterlesen Im Innern, im Erinnern.