Verdammte Ambivalenz.

Nach dem Regen die Würmer auf dem Asphalt, ihr seltsames Fortbewegen, diese Wellen, die durch den langen Körper fließen, und später werden einige von diesen Regenwürmern vertrocknen, werden spröde und hart werden und sterben und dann wie verkohlte Gummischnüre auf dem Boden liegen, übersät von Ameisen, aber jetzt, jetzt leben sie noch, obwohl man nicht … Weiterlesen Verdammte Ambivalenz.

Der Gescheckte Nagekäfer.

Sara beobachtet den Käfer auf dem Fenstersims. Er geht einige Schritte und bleibt dann stehen, tastet mit seinen Fühlern um sich. Dann geht er weiter, bleibt wieder stehen, geht weiter, bleibt stehen, seine Bewegungen wirken wie ein Tanz, ungelenk zwar, aber dennoch mit einer gewissen Eleganz. Sara schließt den Fensterladen. Es ist heiß draußen, ein … Weiterlesen Der Gescheckte Nagekäfer.

Der Spagat.

Beim Aufräumen des Kellers gerät Eva ein Foto zwischen die Finger. Es zeigt sie als kleines Mädchen im Wohnzimmer ihres Elternhauses. Der Teppich ist grau, er weckt Erinnerungen, sie weiß noch immer, wie er sich anfühlte unter den Handflächen. Im Hintergrund sieht man eine alte Anrichte mit Glaseinsätzen in den Schranktüren. Einmal zerbrach eine dieser … Weiterlesen Der Spagat.

Opossum.

Es existieren mehr Möglichkeiten als Tatsachen, da ist mehr Fantasie als Realität, und die Welt, die sein könnte, ist ungleich bunter und reicher als die Welt, die ist. Luisa weiß nicht immer, wo die Grenzen liegen. Aber vielleicht ist es auch nicht wichtig, sie mit Bestimmtheit zu ziehen. Manchmal legt sie sich auf den Boden, … Weiterlesen Opossum.

Sein Raumschiff.

Manchmal, wenn die Nachtluft eisig kalt und der Himmel wolkenlos ist, blickt Leo hinauf zu den Sternen und denkt an sein Raumschiff. Er kann es förmlich sehen, dieses plumpe Gebilde, dessen Umrisse an ein großes D erinnerten, das wehrlos auf dem Rücken lag. Leo hat längst akzeptiert, was ihm zugestoßen ist. Er hat die Entführung … Weiterlesen Sein Raumschiff.