Der fiese Hund.

Er hockt draußen unter der Laterne und bellt in die entvölkerte Nacht. Sie steht am Fenster und schaut hinaus und stellt sich vor, wie seine Augen bedrohlich funkeln wie schwarzes Glas, wie seine spitzen Zähne wütend aus dem Maul ragen und der Sabber von seinem Kinn tropft. Sehen kann sie es nicht, der Hund ist … Weiterlesen Der fiese Hund.

Nach München.

Er ist eher ein Katzenmensch als ein Hundemensch. Er mag Katzen, mag ihre Eleganz, ihre Größe, er mag, dass sie ihren eigenen Willen haben und nicht irgendwelchen seltsamen Befehlen gehorchen. Draußen regnet es. Er ist drinnen, er sitzt im Zug, fährt bis nach München. Er hat keine Katze, dazu fühlt er sich nicht in der … Weiterlesen Nach München.

Regenwürmer.

Sie hat die Taschen voll mit Träumen, und wenn sie die Augen schließt, wachsen stetig neue Möglichkeiten in ihre Welt. Sie mag die Ruhe nach dem Gewitter, sie beobachtet die Regenwürmer, wie sie über den Asphalt kriechen, sich winden, abwechselnd länger und kürzer werden. Manchmal ballt sie eine Faust, spannt die Muskeln an und drückt … Weiterlesen Regenwürmer.

Die Katze ist tot.

Die Katze fiel vom Fenstersims. Sie landete auf den Beinen, Katzen landen fast immer auf den Beinen. Das war natürlich erfreulich, und als die Katze offensichtlich unverletzt auf dem Asphalt stand, dürfte sie wohl auch eine adäquate Erleichterung verspürt haben. Zwar war es nur die zweite Etage gewesen, aus welcher sie gefallen war, doch in … Weiterlesen Die Katze ist tot.