Nach Dänemark.

Der Vater stöhnt und ächzt, dann hustet er kurz. «Mir ist es zu eng hier.» Er schnappt nach Luft und zieht am Kragen seines Polohemdes, auf welchem auf Brusthöhe ein grünes Etwas aufgenäht ist, das wohl jenes bekannte Krokodil darstellen sollte, aber eher an eine Seekuh erinnert. Der Vater selbst sieht ein wenig aus wie … Weiterlesen Nach Dänemark.

Eidechsen.

Jeden Sommer verbrachte Arianna im Ferienhaus ihrer Großeltern im Süden Italiens, und jeden Sommer sah sie Eidechsen. Manche von ihnen kletterten ihr sogar auf den Handrücken. Bei niemandem sonst schienen sich die Eidechsen auf die Hand zu wagen, und irgendwie war sie sehr stolz darauf. Manchmal dachte sie, dass sie etwas Besonderes sei, sie glaubte, … Weiterlesen Eidechsen.

Ein Leben.

Bei deiner Geburt ist die Nabelschnur eng um deinen Hals gebunden, wie ein dünner Schal oder ein Krawatte, wie ein Tau, und als du zur Welt kommst, tust du es ganz still und dunkelrot, nahezu blau, und eigentlich könnte dein Leben enden, bevor es beginnt, doch der Arzt gibt sein Bestes und sein Bestes ist … Weiterlesen Ein Leben.

Figlock.

Ihr Vater sagte ihr einst, es sei keine Schande, zu weinen, solange die Tränen dem Herzen entsprängen und nicht dem Kopf. In seinen Worten und mit seiner Stimme klang das so wichtig und richtig, so weise und wahrhaftig. Wenn sie den Satz auf ein Blatt Papier schreibt, fällt es ihr mitunter schwer, überhaupt zu verstehen, … Weiterlesen Figlock.

Fernsehabend.

Manchmal vergisst sie, wie groß seine Hände sind. Riesige Pranken, fleischig und breit, unverhältnismäßig groß im Vergleich zum restlichen Körper. Sie hat ihren Vater schon immer für seine enormen Hände bewundert. Vielleicht tut sie es noch immer, aber es fühlt sich anders an als früher. Die Hände der Mutter sind dagegen verschwindend klein, doch sie … Weiterlesen Fernsehabend.