Das Entfliehen.

Irgendwann bleibt sie stehen und blickt sich mit blinzelnden Augen um. Sie fragt sich, wo sie ist und wie sie hier gelandet ist. Eigentlich hätte es ein Spaziergang auf wohlbekanntem Terrain werden sollen. Doch dann kamen ihre Gedanken vom Weg ab und schließlich auch ihr Körper. Solche Dinge ereignen sich immer wieder, immer häufiger, wie … Weiterlesen Das Entfliehen.

Ungereimtheiten.

Will man sich einen Reim auf die Dinge des Lebens machen, ist man mit der englischen Sprache oftmals besser bedient. Hier finden zum Beispiel rain und pain ganz harmonisch zusammen, pain wird vom rain einfach weggewaschen, was eine überaus reinigende und befreiende Prozedur zu sein scheint. Auf Deutsch reimt sich vieles auf Regen, aber legen … Weiterlesen Ungereimtheiten.

Was da ist.

Da ist schwarzer Kaffee, der allmählich in der Tasse erkaltet. Da ist die warme Stimme von Nina Simone, die aus großen alten Lautsprechern in den Raum fließt. Da ist das Licht eines Morgens, so hell, dass es schmerzt in den Augen. Da ist die Selbstverständlichkeit, dass man stutz oder schmunzelt, wenn sie sagt, dass sie … Weiterlesen Was da ist.

Das Opferlamm.

Männer haben’s nicht leicht. Zugegeben, ein Text, der mit diesen Worten beginnt, droht sich im weiteren Verlauf in selbstmitleidig intonierten Maskulinismus zu wandeln, mit einer Schlussfolgerung, die dem vermeintlich starken Geschlecht die Gestalt eines leidenden Opferlammes verleiht. Nun denn. Mäh. «Männer haben’s schwer, nehmen’s leicht, aussen hart und innen ganz weich», nuschelte schon Herbert Grönemeyer, … Weiterlesen Das Opferlamm.

Hier.

Man ist immer hier; unabhängig von Koordinaten, in allen Städten und Ländern, auf jedem Platz und hinter jeder Ecke. Man ist immer hier; kommt von da, geht dorthin, ist da gewesen und will dort mal hin. Man ist immer hier; zu Hause, wo auch immer das sein mag, in der Fremde, die eigentlich überall lauert. Man ist immer hier; im Verlust jeder Orientierung, im Gefühl, fehl am Platz zu sein. Man … Weiterlesen Hier.