Evelyn.

Evelyn hat eine Packung mit Papiertaschentüchern neben dem Bett liegen, und manchmal, wenn sie in der Nacht erwacht, tastet sie danach, nimmt ein Taschentuch aus der Packung und trocknet ihre Augen, ohne zu wissen, warum sie feucht sind. Evelyn mag den Klang des Windes, der das Haus zum Knarren bringt, doch hin und wieder befürchtet … Weiterlesen Evelyn.

Allein in der Stadt.

Er fährt in eine Stadt, die er nicht kennt, er fährt ohne Begleitung, ganz allein, ihm ist niemand bekannt, der in jener Stadt wohnt oder zumindest in relativer Nähe lebt, er ist ein Fremder ohne jegliche Bezugspunkte; jedes Gesicht ist ein neues Gesicht, jede Gasse ist unbekanntes Terrain, jede Häuserecke ist Neuland, und alles, was … Weiterlesen Allein in der Stadt.

Kaugummi.

Am Boden klebt ein Kaugummi, ganz alt und hellgrau und zertreten. Sie blickt auf den runden Fleck auf dem Asphalt und schüttelt den Kopf. Manchmal wundert sie sich über die Leute, die ihre Kaugummis auf den Bürgersteig spucken. Diese Bequemlichkeit ist ihr zuwider, sie sieht nicht ein, weshalb die Kaugummis nicht einfach im Mülleimer entsorgt … Weiterlesen Kaugummi.

Der Pegel sinkt.

Die kleinen Blasen auf der Wasseroberfläche verbinden sich zu fragilen Landmassen, ändern stetig ihre Formen, bilden kleine Inseln und ganze Kontinente. Wenn sie in den Schaum pustet, reißen die Gebilde auf, setzen sich neu zusammen. Und immer ist da dieser spezifische Klang, ein kaum greifbares Rauschen, ausgelöst durch die Verschiebungen und das Zerplatzen der kleinen … Weiterlesen Der Pegel sinkt.

Der Besucher.

Der Brief kam vor zwei Wochen. In kurzen Worten und trockener Sprache teilte man ihr mit, dass ein Heizungsfachmann das Aggregat im Keller und alle Radiatoren im Haus kontrollieren müsse. Im ersten Moment schüttelte sie den Kopf und war nicht erfreut über die Aussicht auf den angekündigten Besuch. Doch dieser erste Moment ging vorüber. Seit … Weiterlesen Der Besucher.