Mutmaßlich.

Niemand weiß, warum er es getan hat. Die Frage nach diesem Warum, sie drängt sich immerzu auf. Unzählige Begebenheiten lässt man durch die Zeit rinnen, ohne sie ergründen zu wollen, man akzeptiert, ohne zu hinterfragen. Doch in diesem Falle trägt man das Fragezeichen einem Schwerte gleich in den Händen, schwingt es vor aller Augen. Warum … Weiterlesen Mutmaßlich.

Nach der Angst.

Womöglich ist es gar nicht tot. Da ist kalte Angst in den Augen, und wer Angst hat, ist nicht tot. Man kennt es nicht, das Mädchen. Das weiße Kleid, das schwarze Haar, die Gesichtszüge, die Körperhaltung, alles an ihm ist fremd. Auch die Welt, die Umgebung, die wenigen Eckpunkte des Umlandes, die sich bieten, scheinen … Weiterlesen Nach der Angst.

Wolken über Paris.

Am Abend zuvor stand die Vase noch nicht auf dem Tisch. Sie weiß es ganz genau, zumindest glaubt sie, dass sie es ganz genau weiß. Sie starrt auf das kleine Gefäß, auf die abgesplitterte Kante, auf die trockenen Blumen, als wäre darin eine Antwort zu finden, eine Gewissheit zu erlangen. Doch die Vase steht einfach … Weiterlesen Wolken über Paris.

Eine mögliche Bewegung.

Da war eine Bewegung, ein Schatten womöglich, oder ein Teil eines Körpers, ein Fragment eines Menschen. Nur ganz kurz war es zugegen, im Augenwinkel, in dieser nebulösen Zone neben den Dingen, die sich klar zeigen, wenn man die Welt mit Blicken ordnet. Die Bewegung, sie ereignete sich in einem Haus in einer gewissen Entfernung, aber … Weiterlesen Eine mögliche Bewegung.

Eine Frau ohne Bedeutung.

Er sieht sie fast jeden Morgen, ganz früh, wenn die Lichter in den Häusern noch schweigen und die meisten anderen Leute noch schlafen. Während er am Küchenfenster steht und seinen Kaffee trinkt, wartet sie draußen am Straßenrand auf ihre Mitfahrgelegenheit. Sie muss sich in der Regel nicht lange gedulden, nach wenigen Minuten hält ein großer … Weiterlesen Eine Frau ohne Bedeutung.

Zumindest das Schweigen.

Mitunter sind die banalsten Sätze auch die unerträglichsten, den einfachsten Fragen folgen bedrückend komplizierte und dennoch unverbindliche Antworten. Man könnte fragen: Warum Krieg? Eine Frage, auf die schon Einstein und Freud in ihrem publizierten Briefwechsel keine abschließende Klärung fanden. Man könnte fragen, wohin man geht, wenn man am Ende angekommen ist, doch man weiß, dass die … Weiterlesen Zumindest das Schweigen.