Neben dem Stuhl.

Man dachte, man mag ihn. Man denkt, man habe ihn gemocht. Man dachte und denkt häufig darüber nach, ob man eine Person mag, und vielleicht noch häufiger darüber, ob man von einer Person gemocht wird. Bei ihm war man relativ sicher, dass man ihn mag. Dass man von ihm gemocht wird. Dass da eine gewisse … Weiterlesen Neben dem Stuhl.

Das Knarren.

Da war nichts, sagt er sich. Trotzdem richtet er sich auf, bleibt einige Sekunden lang starr und angespannt, wartet ab, ob er nochmals etwas hört. Doch alles ist ruhig, das Haus ist still. Da war wohl tatsächlich nichts. Er blickt auf die Digitalanzeige seines Weckers. 2:11, sagen die roten Ziffern. Er weiß nicht genau, ob … Weiterlesen Das Knarren.

Kapla.

Das Kind baut einen Turm aus schmalen Holzklötzen. Es ist kein schnöder Turm, der da entsteht, sondern ein filigranes, durchaus elegantes Bauwerk, ein Konstrukt mit klaren Linien, einer subtilen Formensprache und spannenden Details. Man sieht bereits den Architekten vor sich, oder den Künstler, einen kreativen Freigeist. Eigentlich mag man es nicht, den Weg der Kinder … Weiterlesen Kapla.

Ohne Zwiebeln.

Du hockst in dieser Küche, die nicht deine Küche ist, atmest Luft ein, die nach einem fremden Leben riecht. Vor dem Fenster hat ein Tag begonnen. Irgendwo in der Nähe schreit ein Kind, irgendwo hört jemand Dream On von Nazareth, irgendwo bellt ein Hund. Du weißt nicht mehr genau, wo du eigentlich bist, du weißt … Weiterlesen Ohne Zwiebeln.