Margeriten.

Sie schaut auf ihre Schuhe, auf die Art und Weise, wie die Schnürsenkel zur Seite hängen. Sie betrachtet die Stelle, an welcher die lederne Zunge des Schuhs endet und ihr Bein beginnt, diese Grenze zwischen der Haut eines toten Tieres und der Haut eines lebendigen Menschen. Es ist seltsam, wie sich alles ineinanderfügt, aber dennoch … Weiterlesen Margeriten.

Schleifpapierhaut.

An ihrem Oberschenkel ist eine raue Stelle. Die Haut ist Schleifpapier dort, grob und unnatürlich. Von Auge ist kein Unterschied auszumachen, die Stelle sieht genau gleich aus wie die umliegende Haut. Doch sie fühlt sich vollkommen anders an. Zunächst fand sie es irritierend, dieses merkwürdige Aufbrechen der ansonsten feinen Oberfläche. Doch seit dem ersten Bemerken … Weiterlesen Schleifpapierhaut.

Ein Sturm zieht auf.

Ein Sturm zieht auf. Draußen auf dem kleinen Platz zwischen den Häusern stehen Männer und ziehen an ihren Zigaretten und sie zieht die Vorhänge zu und zieht sich zurück ins Schlafzimmer und zieht sich aus. Ganz langsam zieht sie sich aus, sie hat keine Eile, die Zeit zieht sich hin, zieht Fäden wie flüssiger Käse. … Weiterlesen Ein Sturm zieht auf.

Hugo und das Känguruh (mit h am Ende).

Hugo liest Wolfgang Borchert. Das Känguruh, heißt die Geschichte, und in dieser Geschichte sagt einer ein Gedicht auf. Es war einmal ein Känguruh, das nähte sich den Beutel zu, mit einer Nagelfeile, aus lauter Langeweile. Die Geschichte handelt eigentlich von anderen Dingen, schlimmen Dingen, doch Hugo staunt vor allem über das Wort Känguruh. Früher war … Weiterlesen Hugo und das Känguruh (mit h am Ende).

Verdammte Ambivalenz.

Nach dem Regen die Würmer auf dem Asphalt, ihr seltsames Fortbewegen, diese Wellen, die durch den langen Körper fließen, und später werden einige von diesen Regenwürmern vertrocknen, werden spröde und hart werden und sterben und dann wie verkohlte Gummischnüre auf dem Boden liegen, übersät von Ameisen, aber jetzt, jetzt leben sie noch, obwohl man nicht … Weiterlesen Verdammte Ambivalenz.