Die Geschwüre.

Er kennt seine Nachbarn, und die meisten unter ihnen findet er in Ordnung; gute Leute, anständige Leute, kein Gesindel. Trotzdem hat er sein Grundstück mit alten Gitterstangen und Steinmauern eingezäunt. Auf diesem sicheren und geschützten Grundstück steht sein sicheres und geschütztes Haus, und in seinem sicheren und geschützten Haus hockt er, sicher und geschützt. Häufig … Weiterlesen Die Geschwüre.

Müll.

Man sieht ihn häufig im Quartier, manche kennen ihn von früher, denn er war schon damals hier, wohnte irgendwo um die Ecke, und als die anderen in die weite Welt zogen, blieb er vor Ort, ließ die Zeit durch sein Leben laufen, ohne aufzufallen. Nach seiner Schulzeit begann er ein Studium, brache es aber bald … Weiterlesen Müll.

Der Bauer Herrmann.

Jemand hat dem Bauern Herrmann eine Kuh umgeworfen. Das macht man nicht, sagt der Bauer Herrmann, das zeugt von Respektlosigkeit. Er grummelt noch ein wenig in seinen Bart, es ist ein imposanter, ein dichter, wuchtiger Bart, und dann sagt Bauer Herrmann, das sei sicher einer von den Negern gewesen. Bauer Herrmann sagt Neger, weil es … Weiterlesen Der Bauer Herrmann.

Am Dorfbach.

Jeder im Dorf kennt den J. Der J. ist einer, den man ein Original nennt, einen richtigen Typen. Der J. ist schon sehr früh alt geworden, doch er ist noch lange nicht alt genug, um zu sterben. Er arbeitet nicht mehr, und obwohl er sein Leben lang geschuftet hat, muss er nun vegetieren wie ein … Weiterlesen Am Dorfbach.

Stimmbänder.

Wenn er in den Keller geht, dann nicht zum Lachen, sondern meistens, um seine Stimmbänder zu trainieren. Es geht ihm nicht um Klangfarbe oder Intonation, das Timbre ist ihm egal, überhaupt ist er ein furchtbarer Sänger. Trotzdem arbeitet er an seiner Stimme, damit sie möglichst lautstark wird. Lautstärke ist alles, findet er. Er sagt Dinge … Weiterlesen Stimmbänder.