Staub.

Früher war hier mal ein Schuppen. Dunkelgrau und nahezu fensterlos, schlicht und einfach. Er sah schon aus weiter Ferne verstaubt und müde aus, wie ein altersschwaches Tier auf einer kargen Wiese, umgeben von trauernden Bäumen. Wenn man beim Näherkommen aber auf die Empfindungen der Haut achtete, konnte man spüren, wie eine seltsame Wärme vom Schuppen … Weiterlesen Staub.

Ein Wort mit elf Buchstaben.

An manchen Tagen übermalt Katharina die Jahre in ihrem Gesicht und trägt eine Sonnenbrille, obwohl die Sonne nicht scheint, dann wieder lässt sie es bleiben, denn da ist niemand, den es zu täuschen lohnt, nur sie selbst. In der Stadt setzt sie sich auf eine Holzbank am Rand einer Gasse und betrachtet die Menschen und … Weiterlesen Ein Wort mit elf Buchstaben.

Ein Steinwurf.

Dieser Stein war schon vor mir da, denkt er, und wenn ich dereinst nicht mehr existieren werde, dann wird, ach, egal, er denkt nicht mehr weiter, mag sich nicht länger vor Augen führen, dass sein Dasein irgendwann nicht mehr da sein wird, dass es enden wird, dass sein Tod womöglich nur einen Steinwurf entfernt in … Weiterlesen Ein Steinwurf.

Der Spagat.

Beim Aufräumen des Kellers gerät Eva ein Foto zwischen die Finger. Es zeigt sie als kleines Mädchen im Wohnzimmer ihres Elternhauses. Der Teppich ist grau, er weckt Erinnerungen, sie weiß noch immer, wie er sich anfühlte unter den Handflächen. Im Hintergrund sieht man eine alte Anrichte mit Glaseinsätzen in den Schranktüren. Einmal zerbrach eine dieser … Weiterlesen Der Spagat.

Gloria geht ins Kino.

Zum Programmkino gehört eine kleine Bar mit überschaubarem Angebot und einigen Tischen. Auf dem Tresen liegen Prospekte und Karten von Filmen, und dahinter steht eine Frau mit müden Augen. Wenn sie fragt, was man trinken will, klingt ihre Stimme warm und freundlich, und man bestellt ein Glas Wein, obwohl man sich doch eigentlich auf ein … Weiterlesen Gloria geht ins Kino.