Raupen sind doof.

2 Gedanken zu “Raupen sind doof.”

  1. *lächel* da muss ich doch glatt an meine Raupe vom vorigen Jahr denken.
    Ich fand sie an meinem großen Thymianstock. Eine besondere hellgrüne Raupe. Ich freute mich so sehr die Möglichkeit zu bekommen, diese Metamorphose direkt zu beobachten. Ich schaute jeden Tag so oft wie möglich zu ihr auf meine Terrasse. Sie blieb nur bei diesem Thymian, und nagte und nagte den ganzen Tag nur auf diesem großen Stock, der eigentlich für mich als Heil- und Gewürzpflanze gedacht war. Kein einziges Blatt mehr gebrauchte ich für mich. Der Stock sollte nun ganz und gar „ihr“ gehören. Meinen Fotoapparat zückte ich so oft wie möglich. In jeder Pause die mir beruflich möglich war, ging ich raus um zu sehen was an Wachstum weitergegangen sei. Ich sprach sie schon mit Namen an und „Morla“ schien mir absolut passend. 2 Wochen beobachtete ich sie intensivst, sogar in der Nacht kommunizierte ich mit dem innewohnenden Wesen. Ich war sooo glücklich, dass ich diese Beobachtungsmöglichkeit hatte und betrachtete dies als besonderes Universumsgeschenk. Als Morla einfach so von einem auf den anderen Tag verschwunden war, war ich enttäuscht, denn es war keine Spur von ihr zu entdecken. Ich suchte jede einzelne nahestehnde Pflanze nach ihr ab. Nichts, nichts deutete darauf hin wo sie sich verzogen haben könnte. Ich war sehr traurig, denn nun hatte sie entweder die Metamorphose ohne mich durchgezogen oder ein Vogel hatte sie gefressen. Ich konnte sie nur noch auf Fotos sehen. 2 Tage später, es war starker Regen, saß ein frisch geschlüpfter Falter auf dem Terrassengeländer…und es war Morla!!! Mein Herz klopfte aufgeregt vor Freude, und doch tat sie mir bei dem starken Regen leid, aber was hätte ich tun können? Hätte ich sie in die Wohnung gebracht, wäre das ohne Flügelverletzung auch nicht abgegangen. Hätte ich ein schützendes Tuch darüber gehängt, wäre es klitschnass noch schwerer auf ihren Flügeln geklebt. So hoffte ich nur, dass sie überlebt. Weitere zwei Tage sie beobachtend, breitete sie plötzlich am 3. Tag ihre großen Flügel aus und flog drei Runden über meine Terrasse, um sich dann in den strahlend blauen Morgenhimmel zu erheben. Mein strahlendes Lächeln bei diesem mir gegönnten langen Glücksblick, taucht immer und immer wieder in der gleichen Intensität auf, die ich damals dabei verspürte, wenn ich nur dran denke.
    Nun sitze ich wieder da und strahle :)))) Danke, für Deine mich anstoßende Erinnerung an Morla.

    Raupen sind nicht doof *lächellllll*

    Herzlichst gegrüßt aus Vienna

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