Postkarte 3: Ernsthaftigkeit

Für eine gemeinsame Lesung mit Sandkastenfreund Patrik Kobler in der alten Heimat entstanden fünf kurze Postkartentexte, die in einer Art Dialog mit Patriks fünf Postkarten ihren Weg auf die Bühne fanden. Postkarte 3: Ernsthaftigkeit Lieber Patrik Ich vergesse bisweilen den Namen meiner ersten Freundin. Also meiner ersten festen Freundin, wie man das damals nannte. Der … Weiterlesen Postkarte 3: Ernsthaftigkeit

Postkarte 2: Zeitlosigkeit

Für eine gemeinsame Lesung mit Sandkastenfreund Patrik Kobler in der alten Heimat entstanden fünf kurze Postkartentexte, die in einer Art Dialog mit Patriks fünf Postkarten ihren Weg auf die Bühne fanden. Postkarte 2: Zeitlosigkeit Lieber Patrik Kennst du jene Menschen, die behaupten, sie hätten keine Zeit? Sie sind häufig kurzatmig, blicken sich nervös um, kratzen … Weiterlesen Postkarte 2: Zeitlosigkeit

Postkarte 1: Zeitreisen

Für eine gemeinsame Lesung mit Sandkastenfreund Patrik Kobler in der alten Heimat entstanden fünf kurze Postkartentexte, die in einer Art Dialog mit Patriks fünf Postkarten ihren Weg auf die Bühne fanden. Postkarte 1: Zeitreisen Lieber Patrik Ich schreibe dir nicht von einem Ort, sondern von einer Zeit. Ich schreibe dir nicht von einem kleinen Küstenstädtchen … Weiterlesen Postkarte 1: Zeitreisen

Ambulante Lesung 02

Bereits zum zweiten Mal kam in Speicher in der Ostschweiz eine Ambulante Lesung zur Aufführung. Die Ambulante Lesung ist ein Gegenentwurf zur klassischen Wasserglaslesung. Das Lesen und Zuhören erobert das Freie, die Umwelt wird zur lebendigen Kulisse, oftmals sogar zum prägenden Element des Gelesenen. Das Publikum ist in Bewegung, taucht in die Geschichte ein, wird zum … Weiterlesen Ambulante Lesung 02

54 Textfragmente für Glückskekse.

Für die Kulturlandsgemeinde 2017 in Herisau unter dem Motto «grösser glücklicher gerechter» entstanden 54 Textfragmente, die sich im weitesten Sinne mit Glück, mit Optimierungen, mit Lebenskunst und Fragestellungen auseinandersetzten. Die Texte wurden dem Publikum in Form von Glückskeksen serviert. *** 27 Glückskekse stellen das Glück in Frage. Wie viel Wahrheit braucht das Glück? Wann haben … Weiterlesen 54 Textfragmente für Glückskekse.

Womöglich ist womöglich ein ziemlich unnützes Wort.

Der Vater hat immer gesagt: Wenn man die Augen schließt und sich genügend lange an einen anderen Ort denkt, kommt man irgendwann dort an. Er hat nicht erzählt, wie erschreckend die Rückkehr sein kann, wenn man die Augen dann wieder öffnet. Anmerkung: Diese Geschichte entstand im Hinblick auf eine «ambulante Lesung», organisiert in Zusammenarbeit mit … Weiterlesen Womöglich ist womöglich ein ziemlich unnützes Wort.

Literaturland.

Das Literaturland ist «ein Ort für bestehende und entstehende Appenzeller Literatur, für literarische Überraschungen, den Austausch, das Lesen und Schreiben. Die Appenzeller Anthologie versammelt Texte von bekannten und unbekannten Autorinnen und Autoren, der Schreibwettbewerb sorgt für Nachwuchs – stets mit dem Ziel, dass das Literaturland im Schweizer Osten weiter wachse und gedeihe.» Das Literaturland ist … Weiterlesen Literaturland.

Am Äquator.

Sie hat allmählich Muskelkater vom Schulterzucken. «Wir sollten darüber reden», sagt er und lässt im gereizt wirkenden Gesicht ein wenig Ermutigung aufleuchten. «Okay», erwidert sie. Und zuckt mit den Schultern, wie so oft. Denn sie weiß nicht, was es zu bereden gibt. Womöglich stimmt das Klischee in der Regel. Frauen müssen über alles reden, Männer … Weiterlesen Am Äquator.

Borkenkäfer.

Das Prinzip der Nachhaltigkeit hat seine Wurzeln in der Forstwirtschaft. Dabei wird dem Wald stets nur so viel Holz entnommen, wie nachwachsen kann. Somit kann er sich immer wieder erholen und wird nie vollkommen abgeholzt. Heute wird der Begriff inflationär und in vielfältiger Weise verwendet, die Definition ist schwammig geworden, hat sich jedoch nicht grundlegend … Weiterlesen Borkenkäfer.

Der beste Roman, den ich je geschrieben habe.

Ich könnte ein Heilmittel gegen AIDS erfinden, den Hunger in der Dritten Welt nachhaltig tilgen und das am verführerischsten duftende Parfum aller Zeiten komponieren. Und noch immer würde ich größte Mühe bekunden, diese Leistungen, meine Leistungen, als gut oder gar besser als gut zu bezeichnen. Das ist nicht Understatement. Das ist nicht Bescheidenheit. Das ist … Weiterlesen Der beste Roman, den ich je geschrieben habe.

Objektiv betrachtet.

Männer haben nur Brüste im Kopf. Ein Vorurteil, das selbstverständlich nicht stimmt. Männer haben, wenn es um eine Frau geht, auch deren Beine im Kopf, ihren Po, ihre Hüften. In jedem Fall aber kreisen die Gedanken von Männern lediglich um einzelne Fragmente der Frau. Das klingt natürlich sexistisch, ist aber vor allem natürlich. Wissenschaftler haben … Weiterlesen Objektiv betrachtet.

Was Frauen wollen.

Irgendwann gab Sigmund Freud auf. «Die große Frage, die ich trotz meines 30-jährigen Studiums der weiblichen Seele nicht zu beantworten vermag, lautet: Was will eine Frau eigentlich?» Der Mann, der die Psychoanalyse begründete und unter anderem das sexuelle Begehren als Hauptantrieb des menschlichen Verhaltens bezeichnete, hatte also laut eigener Aussage keine Ahnung von Frauen. Für … Weiterlesen Was Frauen wollen.

Wie Mann sich fühlt.

Die Hypothese, dass Männer ihre Gefühle nicht zeigen können, hält sich so hartnäckig wie das Gerücht, dass Frauen das Einparken nicht beherrschen. Die Realität sieht in der Regel anders aus. Da werden von Damenhänden gelenkte Fahrzeuge schadlos in Parkfelder manövriert, während vermeintlich harte Kerle ihren Emotionen freien Lauf lassen. Allerdings ist es gerade dieser freie … Weiterlesen Wie Mann sich fühlt.

Landschaft Eins.

Man erschafft sich seine eigene Landschaft. Den objektiven Blickwinkel gibt es nicht, man schaut immer durch die gleichen beiden Löcher aus dem Kopf hinaus in die Welt, und diese Welt, sie dringt durch die gleichen beiden Löcher hinein in den Kopf. Und dort entsteht sie, die Landschaft. DIE LANDSCHAFT IM INNERN. Es ist nicht selten … Weiterlesen Landschaft Eins.

Landschaft Zwei.

Man erschafft sich seine eigene Landschaft, und für Nichtgötter klingt das mühsam, strapaziös, doch eine Landschaftserschaffung ist eigentlich ganz einfach, man braucht keine teuren Gartengerätschaften aus dem Baumarkt und auch keinen Löffelbagger, man muss gar nicht viel tun, nur hinsehen, hersehen, herbeisehnen, sich hingeben, hineinbegeben, denn die Landschaft, sie beginnt immer dort, wo man selbst … Weiterlesen Landschaft Zwei.

Landschaft Drei.

Man erschafft sich seine eigene Landschaft. Seinen eigenen Hügel, den eigenen Buckel im Terrain. Und dann, beim Betrachten dieses Hügels, denkt man an die Beule, die man sich als kleines Kind zuzog, als man mit dem Dreirad durch die Wohnung raste und sich eine Schwelle in den Weg stellte, wodurch man an eine Ecke im … Weiterlesen Landschaft Drei.

Der kleine Unterschied.

Nur wenige Themen scheinen für Autoren von humoristisch angehauchten Sachbüchern so interessant zu sein wie die Unterschiede zwischen Mann und Frau. Ob gut zuhörend oder schlecht einparkend, Bier saufend oder Schuhe kaufend, Gefühle zeigend oder verbergend, kopulierend oder kuschelnd – was man fühlt und tut, hängt ausschließlich davon ab, ob sich zwischen den Beinen ein … Weiterlesen Der kleine Unterschied.