Eine Welt aus Mustern.

Eine Welt aus Einsen und Nullen, in der es nur um das Funktionieren geht, um Zahnräder und richtige Verbindungen. Eine Welt aus Koordinaten, in der man sich zurechtzufinden hat oder eben verloren geht, verloren ist. Eine Welt aus Mustern, in die man sich zu fügen weiss oder durch deren Maschen fällt. Eine Welt aus Pro … Weiterlesen Eine Welt aus Mustern.

Ein Schaf namens Charles.

Ein Schaf. Vielleicht heisst es Charles, vielleicht auch nicht. Jedenfalls stellt sich Charles am frühen Morgen auf die Wiese. Die Sonne ist gerade erst aufgestanden und reibt sich die Augen. Schnell bemerkt Charles eine dunkle Wolke am Himmel, weit entfernt am Horizont. Sie ist beinahe schwarz, und ja, wenn man genau hinschaut, dann erkennt man … Weiterlesen Ein Schaf namens Charles.

Vertrauen auf das Vertrauen.

Vertrauen auf das Vertrauen und immer wieder erkennen, dass es blind ist und sein muss. Dass es keine Frage des Sehens ist. Sich das Vertrauen trauen, es sich zutrauen und darauf vertrauen, dass es trotz Missbrauchbarkeit nur brauchbar sein kann, wenn man es von den Fesseln der Kontrolle lässt. All das ist nicht leicht, doch es ist auch nicht leichtsinnig, zumindest sollte es das nicht sein, wenn … Weiterlesen Vertrauen auf das Vertrauen.

Während man versucht, in den Moment hineinzukommen, bewegt man sich bereits von ihm weg.

Wenn das abstrakte Konstrukt eines Traumes sich zur greifbaren Realität formt, ist diese Wandlung und Verwandlung oftmals nicht sofort erkennbar. Die Zeit, die es braucht, um die Wahrhaftigkeit zu realisieren, ist die gleiche Zeit, die man gerne anhalten würde. Während man versucht, in den Moment hineinzukommen, bewegt man sich bereits von ihm weg. Und vielleicht offenbart sich die echte Schönheit der Momente erst im Zurückblicken am Ende des Lebens. Aber dann ist … Weiterlesen Während man versucht, in den Moment hineinzukommen, bewegt man sich bereits von ihm weg.

Denksagung.

Er denkt: Was denkst du? Er sagt: Was denkst du? Sie denkt: Du willst wirklich wissen, was ich denke? Sie sagt: Nichts. Er denkt: Wenn du sagst, du denkest nichts, denkst du in der Regel nichts Gutes. Er sagt: Das glaube ich nicht. Sie denkt: Eigentlich solltest du wissen, was ich denke. Sie sagt: Kannst … Weiterlesen Denksagung.

Ein leerer Raum.

Ein leerer Raum. Ein Raum, gefüllt mit Leere, erfüllt von Leere, bis in alle Ecken vollgestopft mit Leere, ein Raum also, der vor lauter Leere beinahe überquillt, dessen Leere so einnehmend und umfassend ist, dass kein Platz für etwas anderes ist, ein Raum, der keinen Raum lässt für etwas, das nicht Leere ist, der voll … Weiterlesen Ein leerer Raum.

Die Überschätzung.

Namen werden allgemein überschätzt. Und Namen machen auch unangenehm abhängig. Früher zum Beispiel, in meiner Kindheit – und ja, ich wuchs in einer Zeit auf, in welcher Kinder noch eine Kindheit hatten – rief meine Mutter oft meinen Namen in das schwindende Licht eines Sommerabends, zitierte mich ins Haus und schickte mich manchmal direkt ins … Weiterlesen Die Überschätzung.

Die Wahrheit.

Es war ein regnerischer Donnerstag, als ich meinen Verstand verlor. Ich weiss dies deshalb so genau, weil heute Freitag ist und sich besagtes Ereignis gestern zugetragen hat. Der Verlust des Verstandes ist ziemlich schwerwiegend, denke ich. Überhaupt ist es meistens unangenehm, etwas zu verlieren. Bei einer Klassenfahrt verlor ich, damals wohl etwa neun Jahre alt, … Weiterlesen Die Wahrheit.