Darling.

9 Gedanken zu “Darling.”

  1. Dieses eine Wort schwebte über den Dingen,schwebte über dem trüben Meer von mehr oder weniger ähnlich wichtigen oder unwichtigen Erinnerungen, lieber Disputnik. Sein Klang hob es empor, trug es dorthin, wo ihm ein Sänger einen Ehrenplatz einräumen würde.
    Klangvoll schwang es sich über alle Erinnerungen – vielleicht erkanntest Du eine Liebe, über die der alte Herr unentwegt selbst erstaunt war, weil er vielleicht nie damit gerechnet hatte, daß ihm solches passieren könne…
    Eine stete Liebeserklärung vielleicht

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  2. Eine sehr schöne Geschichte. Und vor allem gut erzählt.
    Ja, das kenne ich auch. Wenn ich versuche, mir etwas Schönes zu merken, ist es garantiert übermorgen weg. Vielleicht weiß ich noch, dass ich es behalten wollte. Auch mir sind teilweise sogar die Namen von Frauen entfallen, mit denen ich zusammen war.
    Was Du beschreibst ist ein Grund, warum ich unter midwaybetween.wordpress.com begonnen habe, meine Erlebnisse mit Frauen aufzuschreiben, bevor noch mehr verloren geht.
    Interessanterweise habe ich dabei bemerkt, dass nicht alles verloren ist. Während ich, teilweise über Wochen, an Menschen und Ereignisse zurückdenke, um sie aufzuschreiben, kommt einiges wieder zurück. Vor allem, während ich es schreibe. Vielleicht erfindet mein Hirn auch nur spontan etwas, um die Lücken zu füllen?

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    1. Eine spannende Frage, die du antönst… Sind Erinnerungen hin und wieder einfach die passendste Beschreibung der Vergangenheit und manchmal sogar erfunden? Ist jede Erinnerung nur eine Interpretation der Geschehnisse, oder lediglich einige? Vielen Dank dir fürs Lesen und deine Gedanken…

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  3. Feiner Text, das teilweise irre, Unverständliche eingefangen. Gefällt mir sehr gut.
    Ich frage mich, ob wir uns nicht stets an das Ersehnte, das Verwirrende, oder das Abstrus/Abgelehnte erinnern. Ob im eigenen oder fremden. Immer nur das, was uns „angegriffen“ hat. Positiv oder negativ, das macht für unser Hirn ja kaum einen Unterschied.

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    1. Ja, was sich quer legt (gut oder ungut oder neutral), das bleibt wohl eher in Erinnerung. Aber manchmal (und umso mehr) verblüfft es, wenn sich gewisse Banalitäten ebenso hartnäckig im Hirn festkrallen… Vielen lieben Dank dir fürs Lesen und für deine Gedanken…

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  4. Wie viel Gewöhnliches um einen herum passiert, zeigt sich doch darin, dass es so wenig ist, an das man sich erinnert. Darling ist wie ein Mahnmal, dem Ungewöhnlichem mehr Platz einzuräumen, mehr Aufmerksamkeit muss man ihm wohl nicht schenken, weil diese Eindrücke wohl ganz von selbst bleiben. Lebe lieber ungewöhnlich scheint das Motto der Wahl zu sein.

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    1. Ich stimme dir absolut zu, dass dem Ungewöhnlichen mehr Raum gebührt. Gleichzeitig braucht es das Gewöhnliche, damit sich das Ungewöhnliche davon abheben kann, oder? Vielleicht geht’s, wie so oft, um die Balance… Vielen lieben Dank dir fürs Lesen und für deine Gedanken.

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