Angstille.

12 Gedanken zu “Angstille.”

  1. Ein verbales Stillleben der allerfeinsten Sorte ist dir hier gelungen, lieber Disputnik,
    und das auch noch zum Thema Stille (und Angst und überall und nirgendwo…)
    beeindruckend und zauberschön zugleich!
    Liebe Nachtgrüße
    vom Finbar

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  2. unerträglicher Gedanke, daß die Stille unerträglich werden kann.

    Die Stille, die gut sein soll, zum Regernerieren taugen soll – sie soll unerträglich sein?

    Ja, kann sein, doch bedeutet das wohl auch, daß im eigenen Inneren ständig nur Leere herrscht,
    die gewöhnlich mit den Außengeräuschen gefüllt werden kann.
    Fallen diese weg, entsteht ein tiefes schwarzes Loch, in dem sich die Stille fängt und diese
    füllt nun aus wie eine große überschwappende Angst und der, der sie fühlt, ist nur noch eine
    einzige angstschlotternde Hülle. Eine schrecklich Vision…, aber wie eindrücklich von Dir
    dargestellt, lieber Disputnik

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    1. Vielen Dank dir, liebe Bruni! Ja, die innere Leere mit Aussengeräuschen füllen, wunderbar umschrieben, doch das Gegenteil von wunderbar, wenn man genau das tut, tun muss, irgendwie… Nochmals Danke und liebe Grüsse…

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      1. ich glaube, wenn es soweit gekommen ist, wenn nur noch Leere in einem herrscht, nur noch das Äußere wichtig ist,
        dann hat die Leere schon ihren Sieg errungen und das eigene Ich bezwungen.

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  3. Sehr schöner Text. Zur Feststellung des Ortes, wo man sich befindet, bedarf es, irre ich mich, doch zumindest noch einen Punkt außerhalb meiner selbst, zu dem ich meinen Standpunkt in Beziehung setzen kann. Und ohne diesen, ist es, wie von Ihnen sehr dicht dargestellt.
    Und zur Stille. Kennen Sie Hägar den Schrecklichen, den Comic? Eine kurze Geschichte daraus, in der Sven Glückspilz die Frage stellt, wenn im Wald ein Baum umfällt und keiner ist da, der es hört, gibt es dann ein Geräusch?

    Freundlichst
    Ihr Herr Hund

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    1. Ganz abseits von allem und unahängig von diesem hier; ich mag Ihre Kommentare sehr. Herzlichen Dank!
      Ja, zur Positionsbestimmung braucht es mehr als nur sich selbst, es braucht auch ein Umfeld, um sich zu orientieren. Zwischenfrage 1: Muss man die eigene innere Mitte ausserhalb suchen? Und dann, ja, Hägar kenne ich, mochte ich früher sehr, würde ich wohl noch immer mögen, und die Frage, sie ist wohl auch ausserhalb der Wikingerbande geläufig. Was meinen Sie? Wo entsteht ein Geräusch? Erst im Ohr? Und was ist es davor? Zwischenfragen 2 und 3: Wie halten Sie es mit der Stille? Und halten Sie sie aus?
      Nochmals Danke. Und freundliche Grüsse.

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      1. Guten Morgen.

        Zu 1.: was soll ich sagen? das eigene Ich ist natürlich nicht irgendwo auf weiter Flur zu finden, aber Grenzen, meine, die des anderen, überhaupt. Und diese Grenzen geben einen guten Anhaltspunkt, denke ich. Es ist auf jeden fall ein Thema, das ausführlicher behandelt sein will.
        Zu all den anderen Fragezeichen: ich nehme mir für den Moment die eine mit der Stille, ersetze Stille durch Ruhe und antworte, selten. Bisweilen gelingt es mir, mich zu versenken, wie abwesend zu sein. Ansonsten, da ich im Übrigen das Gefühl habe, einiges aufholen zu müssen, befinde ich mich eher auf einer Reise, um diesen meinen Ort der Stille zu finden. Das ist alles in der Ordnung, regt diese Reise ja auch zu mancherlei an.
        Freundlichste Grüße
        Ihr Herr Hund

        P.S. die Lektüre der Leseprobe ist beendet, das Feedback folgt in Kürze.

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      2. Das klingt gut, irgendwie, in der Ordnung, Ihre Reise, ein wichtiger Weg, und ja, wenn jemand eine Reise tut, so kann er was erzählen, das gilt ja nicht nur für Wanderurlaube und Atlantiküberquerungen… Schön. Und gut.
        Herzlichen Dank! Und schöne Grüsse zurück…

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