Die metaphorischen Schnaken.

12 Gedanken zu “Die metaphorischen Schnaken.”

  1. Schreck lass nach, lieber Disputnik, was hat die Schnake (oder der Schneider wie sie bei uns genannt werden) bloß getan, dass Du so einen Worthagel und Tausenddonnerworte über sie schickst?

    Ok. Schnaken sind Plotsche. Sie verlieren auch schnell mal ein Beinchen und sie torkeln Dir mir nix Dir nix aus der Luft mitten ins Gesicht, gerade wenn Du Luft schnappst.
    Sie machen das nicht, um Dich zu ärgern, sondern weil sie plotschig sind und Dich nachts mit ihrem komisch kratzenden Flattertorkelgeräusch in den Wahnsinn treiben. Sie stürzen dauernd ab: von Wänden, von Decken und gerne auch mal in die Tasse Kaffee. Unabsichtlich natürlich. Dann fischst Du den Selbstmörder heraus, zählst sicherheitshalber die Beine durch (damit Du es nicht mit dem nächsten Schluck Kaffee hinuntergurgelst) und pustest die zarten Schnakenflügel wieder trocken, während das schockgebrühte Unglücksgeschöpf auf Deiner Hand tatsächlich noch lebt und leicht bewegt.

    Ich sag, sie müssen raus aus dem Raum.
    Aus Gründen …
    (aber keinen Gruselgründen)

    Toller Text.
    Mein herzlicher Lesedank und Sommergrüße von Amélie

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    1. Liebe Amélie, natürlich hat die Schnake mir nichts getan, gerade gestern habe ich eine mit der nötigen Sorgsamkeit ins Freie befördert. Aber manchmal müssen auch plotschige, aber unschuldige Geschöpfe für Sinnbilder herhalten. Es steht der Schnake frei, ihrerseits einen Text über mich zu schreiben.

      Vielen Dank dir fürs Lesen und für deine Worte und herzliche Sommergrüsse zurück…

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      1. Nun habe ich das Bild einer Schreibschnake vor Augen. Sie tippt sechsfüßig auf einer winzigen Tastatur in einer atemberaubenden – Unbeholfenheit…ein Monstermenschmanifest.
        Natürlich auf Schnakisch.
        Und Dein metaphorischer Vergleich passt sehr gut, finde ich. Ich liebe Deine Texte.🫶

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      2. Ich bin gespannt, was die Schreibschnake zu erzählen hat. Ich fürchte, Menschen haben bei Schnaken einen noch schlechteren Ruf als Schnaken bei Menschen…

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  2. Ich mag diese zarten , überdimensional großen Wesen. Schon immer. Auch als kleines Mädchen jagten sie mir keinen Schrecken ein, ganz im Gegenteil, es faszinierte mich, wenn ich sie behutsam aufnahm (mit so einem weichen Griff) und sie über meine Hände gleiten ließ. Nie kam mir dabei in den Sinn, dass sie eventuell stechen könnten. Auch war ich immer (und bin es noch), dass sie ob ihrer Fragilität doch sehr robust sind; Beine gingen nie verloren, wenn mein weicher Griff sie aufnahm.

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    1. Ich bin relativ sicher, ein weicher Griff (wie deiner) ist den Schnaken und der Welt weitaus besser dienlich als jede noch so harte Hand. Vielen lieben Dank dir fürs Lesen und für deine Worte…

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