Ursache und Wirkung.

8 Gedanken zu “Ursache und Wirkung.”

  1. Tja, was wird sie gemacht haben, nachdem er wieder zurückkam?
    Vielleicht gab es ein wundervolles Gespräch einer älteren attraktiven Frau mit einem jungen Mann, der endlich das gefunden hatte, was ihm fehlte, weil er nicht nur die Hülle sah …

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  2. Bestens ausgearbeitet, sorgfältig beschrieben wie das langsame Gift wirkt, das „älteren“ Frauen von den Medien eingeträufelt wird. Männer sind wie Wein, sie reifen. Frauen kriegen Falten. So einfach ist das? Mitnichten. Dennoch quälen sich Frauen oft mit einem anderen Verständnis für den alternden Körper als Männer, denn ihnen wurde Gift injiziert als sie noch kleine Mädchen waren. Ihnen wurde gesagt: Mach dich hübsch und such dir rechtzeitig einen Mann – wer will schon eine ausgeleierte Alte? Solche Sachen müssen kleine Mädchen hören. Wen wundert, dass sie gehen will? Verunsichert vom Begehren eines jüngeren Mannes, der theoretisch ihr Sohn sein könnte und im Wissen, dass der ehemalige Ehegatte sein junges Gesponst auch nur übergangsweise halten konnte. Hinter alledem, was steht denn da? Versicherungsschutz, Klammerdenken? Vollkaskoversicherte Liebe mit Rundumverwöhngarantie bis in alle Zukunft? Auch ein Teil der Giftlösung, die Frauen injiziert wird: Du brauchst doch einen Mann für die Zukunft.
    Puh. Das hat es in sich, das ist ein Nervengift, das hat lähmenden Charakter, das verursacht Sprachlosigkeit, Verwirrung und Orierungslosigkeit.
    Wie anders könnte es sein, wäre diese Frau eine selbst bewusste, die weiß, wie ihr Körper auf Männer wirkt und auf was für einen Schatz von Erfahrung sie mit jedem Jahr, das sie älter ist als er, mit einbringen kann? Vielleicht dann wäre sie in der Lage zu erkennen, was diesen viel jüngere Mann an ihr fasziniert: Ihren Zauber. So einen Zauber hat eine jüngere Frau nicht. Denn es ist ein praxisorientierter, traumbefeuerter und wissender. Um ihn zu entwickeln, braucht es Zeit und vor allem die Gewissheit, dass ein Körper nur eine Hülle ist, genau wie Du schreibst: eine Hülle. Das jedoch was sich darin befindet, ist von unsterblicher Qualität und es dehnt sich aus, je älter man wird.
    Lieben Lesedank und viele Grüße aus dem Teuto von der Fee

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    1. Ach, wie wunderbar weitergedacht und ausformuliert! Vielen lieben Dank schon nur für die Zeit und Mühe, die du diesen Worten geschenkt hast!
      Die Idee zum Text kam mir beim Lesen einer Kurzgeschichte von Milan Kundera, wo das Zusammentreffen eines jüngeren Mannes und einer älteren Frau in einem anderen Kontext und vor allem aus dem männlichen Blickwinkel beschrieben ist, aber ebenfalls munter um das Altern und die Vergänglichkeit kreist. Ich denke, die von dir erwähnten Begriffe Sprachlosigkeit, Verwirrung und Orientierungslosigkeit passen sehr gut in diese Auseinandersetzung mit dem Altern und mit der Unmöglichkeit von etwas Ewigwährendem…
      Vielen lieben Dank nochmals und herzliche Grüsse

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