Denksagung.

Er denkt: Was denkst du? Er sagt: Was denkst du? Sie denkt: Du willst wirklich wissen, was ich denke? Sie sagt: Nichts. Er denkt: Wenn du sagst, du denkest nichts, denkst du in der Regel nichts Gutes. Er sagt: Das glaube ich nicht. Sie denkt: Eigentlich solltest du wissen, was ich denke. Sie sagt: Kannst … Weiterlesen Denksagung.

Muttermal, 15:15.

Es ist viertel nach drei Uhr nachmittags. Ich stehe in der Dunkelheit des fensterlosen Korridors und blicke durch die leicht geöffnete Tür zum Schlafzimmer. Auf dem Bett liegt Christina, meine Frau. Sie ist nackt, ihre Augen sind geschlossen. Sonnenstrahlen klammern sich an kleine Schweisstropfen auf ihrer Haut. Sie atmet schwer, stöhnt leise. Wenn ich einen … Weiterlesen Muttermal, 15:15.

Ein leerer Raum.

Ein leerer Raum. Ein Raum, gefüllt mit Leere, erfüllt von Leere, bis in alle Ecken vollgestopft mit Leere, ein Raum also, der vor lauter Leere beinahe überquillt, dessen Leere so einnehmend und umfassend ist, dass kein Platz für etwas anderes ist, ein Raum, der keinen Raum lässt für etwas, das nicht Leere ist, der voll … Weiterlesen Ein leerer Raum.

Vier Menschen Leben.

Ein Roman. Schon ein paar Jahre alt. Aber immerhin, ein Roman. Er handelt von vier Menschen. Und von ihrem Leben. Da ist Henry, dessen Leben im Schatten der Ermordung seiner Eltern steht. Da ist Sarah, die in eine fremde Stadt aufbricht und sich an die Männer ihres Lebens erinnert. Da ist Mike, der seine Männlichkeit … Weiterlesen Vier Menschen Leben.

Gute Nacht.

Gute Nacht, sagt sie leise. Sie ist allein im Zimmer, ihre Stimme lässt die Stille zerbrechen. Das schwache Licht einer kleinen Lampe wirft diffuse Schatten. Unter ihren nackten Füssen spürt sie Krümel auf dem Teppich. Langsam nimmt sie einen kleinen Pullover aus dem geöffneten Schrank, bedeckt damit ihr Gesicht, atmet ein. Sein Geruch ist weg. … Weiterlesen Gute Nacht.