Sie denkt.

21 Gedanken zu “Sie denkt.”

  1. Ich denke auch, daß der Schnee weiß ist und das Gras grün 🙂
    Ich weiß genau, daß alle Menschen sich hier ziemlich sicher sind und doch beschreibst Du das ständige Zweifeln an allem und jedem so überspitzt gut, daß Du hier eine junge Frau erschaffen hast, die in tiefster Seele verunsichert ist, die diese Zweifel so zerrissen haben, daß nichts mehr haltbar ist, was sie sieht, was sie fühlt, was sie erkennt… Alles besteht für sie nur noch aus fließenden Möglichkeiten, die sein können oder auch nicht. Festes verliert seine Form und Halt findet sie nur noch in den Zweifeln, doch wie zweifelhaft sind diese. Sinnlos, weil sie so nichts mehr findet, was sie grenzenlos lieben/fühlen kann.

    Sie ist nur noch in der Lage, zu glauben, daß´sie liebt…
    Was meinst Du, glaubt und denkt sie nur noch, daß sie lebt, glaubt sie, sie könnte eine illussion sein
    oder fühlt sie noch, daß sie trotz aller Zweifel wirklich und wahrhaftig lebt?
    Sie könnte auch eine lebende Illusion sein *lächel*

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    1. Ja, sie könnte eine lebende Illusion sein, nur ein Trugbild. Vielleicht ist sie auch einfach nur jemand, deren Leben von so vielen Zweifeln beschnitten wird, dass nur noch ein Dasein bleibt, ein Existieren… Vielleicht vielleicht…
      Herzlichen Dank, liebe Bruni, für dein (zum Glück langsames und präzises) Lesen und für deine Worte und Gedanken…
      Liebe Grüsse…

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    1. Schönen Dank dir fürs Lesen, für deine Worte und die Neugier. Auslöser gibt’s immer, doch sie sind ziemlich unterschiedlich; ein Gedanke beispielsweise, eine Begegnung, eine Erinnerung, eine Angst, eine Beobachtung, ein Bild, ein Film… Bei diesem Text war’s wohl eine Szene im Buch „Fun Home“ von Alison Bechdel…

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  2. Zweifel an der Richtigkeit und der Wahrheit des Erlebten und Gefühlten sind die Sensoren des Misstrauens in die Unwägbarkeiten, den Schein des Lebens.
    Im Älterwerden verschieben sich die Grenzen dessen was möglich ist zugunsten der Gewissheiten des Unmöglichen.
    Vor allem jedoch und das ist so schade, schwindet die Kraft, das Unmögliche zweifellos zu wollen zugunsten der Sach- und Umstandszwänge.
    Im günstigsten Fall folgt eine Befindlichkeitsstörung, die noch in der Lage ist zu denken…

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    1. Aber sollte man nicht manchmal Zweifel an der Wahrheit, an den elementaren und den banalen Dingen der Zeit hegen, damit sie nicht vielleicht irgendwann selbstverständlich werden und an Wert verlieren? Und wenn ja, wie erkennt man die Grenze zwischen dem guten und dem unguten Hinterfragen? Hmmm… Vielen herzlichen Dank dir fürs Lesen und für deine wunderbaren weiterführenden Gedanken…

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      1. Diese Frage, die Du stellst ist schon von vielen anderen gestellt worden. Sie fragt nach Weisheit. Doch wie soll Handeln weise sein, wenn es nicht intuitiv und planvoll ist?
        Ich denke, der Schlüssel liegt im Synchronisieren von Herz und Verstand.
        Sie müssen sich einig sein können.
        Nur, wer in der Lage ist, seine Gefühle verändern zu können, bestimmt den weiteren Weg. Dazu muss man die Ursachen ergründen. Es sind Wege der Selbsterkenntnis und abgeschminkter Wahrnehmung. Wenn die Neige am Grund konzentriert genug ist, das Leben zu verbittern, ist Handeln notwendig.
        …so oder so ähnlich…?😊

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