Ein Mensch wie Julia.

17 Gedanken zu “Ein Mensch wie Julia.”

  1. Nur durch einen selbst zeigt sich Leben, unmöglich (im Prinzip) deshalb zu sagen, es ist besser oder schlechter. Das Leben ist für Julia, so wie es für Julia ist. Keine Wertung also. Es wird allein schwierig in der Begegnung mit anderen Leben, die auch nicht besser oder schlechter sind, nur anders. Vielleicht glücklicher. Wer kann das wissen? Wer kennt sich selbst gut genug?
    Der gute Text steht da und man glaubt, so nah bei Julia zu sein, sie verstehen zu können. „Ein solcher Mensch war…..“ passt auf keinen Grabstein, nur irgendwelche leeren Sinnsprüche.

    Denke, auf jeden Fall sind Leben und Wahrheit zweierlei. Wahrheit ist weniger.

    Freundlichst
    Ihr Herr Hund

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    1. Geschätzter Herr Hund, herzlichen Dank für Ihre Gedanken. Und ja doch, Wertungen und Bewertungen von Leben und auch von Menschen lassen wohl immer eine oder mehrere Dimensionen vermissen… Und vielleicht gilt das auch für Begriffe wie Leben und Wahrheit, wer weiss… Nochmals Danke, fürs Lesen und die Worte…

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  2. einen sehr unangenehmen Charakter beschreibst Du hier, lieber Disputnik, und warum sie so wurde, wäre vermutlich noch mal eine lange Geschichte wert…
    Ich denke, sie ist ein Mensch, wie viele andere auch, bei einigen fällt es nicht allzu sehr auf, sie können gut verbergen und anderen blitzt die Arroganz schon aus den Augen und ich persönlich würde sie meiden wie die Pest.

    Sie ist hart gegen sich und andere und zufriedene Menschen kann sie auf den Tod nicht ausstehen, weil sie ihr zeigen, was und wie sie ist, aber sie gibt es nicht mal vor sich selbst zu. Lieber ohrfeigt sie sich dafür und versteckt weiterhin alle guten und gütigen Gefühle tief in ihrem Inneren, wie sie es sich selbst Jahr für Jahr beigebracht hatte, bis sie es formvollendet hinbekam, eklig und gemein zu sein, nur noch auf den eigenen Vorteil bedacht u. keinen schonend, der ihr dabei in die Quere kam.

    Toll sind Deine Texte, beleuchten sie doch immer das, was wir so gerne unter den Tisch kehren, das Andere, das Boshafte, das Traurige, Menschen im Abseits und außerhalb von Freude und Lebenslust…

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    1. Ein solcher Mensch war sie…
      …warum sie so wurde, weiß der Leser nicht.
      Es lässt Raum.
      Viele kennen eine Julia, oder einen Julian, die zwangsvorstellungsgeklammert Wahrheiten verdrängen, scheinbar hart wie Kruppstahl.

      Es fällt schwer, versöhnlich zu denken bei so jemandem, so wie Clara, nach dem ‚Warum‘ zu fragen, ‚Rest in Peace‘ wäre einfacher und doch geht auch mir die Frage durch den Kopf wie wer so werden kann und so wirkt auf mich Deine Geschichte:

      Sie gibt scheinbar eine Antwort auf eine Frage, doch die Frage wird nicht ausgesprochen, sie schimmert zwischen den Zeilen und spielt mit Gedanken Wahrheit oder Pflicht…

      Toll, wieder, Dein Text.

      Liebe Grüße
      von der Karfunkelfee

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      1. Vielen herzlichen Dank, liebe Karfunkelfee… Dein „scheinbar“ vor dem harten Kruppstahl, es ist auch etwas, das zu Fragen Anlass geben kann und dazu, eben hinter den Schein zu blicken, auch wenn man dort kaum klar und deutlich sehen kann…
        Vielen lieben Dank nochmals, und herzliche Grüsse zurück…

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    2. Herzlichen Dank, liebe Bruni, für deine Worte, deine Beschreibung einer möglichen Julia, die ich wohl ziemlich ähnlich vor dem inneren Auge hatte beim Schreiben.
      Manchmal ist’s schon erstaunlich, wenn man derartige Menschen sieht; man fragt sich viellleicht, warum sie so geworden sind, und was ihnen wohl alles entgehen mag.
      Nochmals vielen Dank, liebe Bruni, und herzliche Grüsse…

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  3. Gott sei Dank liegt es nicht an Namen – in meinem Haus wohnen zwei mit diesem Namen. Die eine könnte dieser hier fast Konkurrenz machen – aber die andere ist zum Glück das ganze Gegenteil. Für sie würde ich quer durch die Stadt zu Fuß laufen, wenn es nötig wäre. Und bei Berlin ist das schon ein Stückchen.

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      1. Absolut, ja… Doch die Frage nach dem Warum ist wohl höchst selten in wenigen Worten oder Sätzen zu beantworten, oder? Lieben Dank nochmals für dein Lesen und deine Gedanken…

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