Indifferent und dümmlich.

20 Gedanken zu “Indifferent und dümmlich.”

  1. am Ende kam ihm ein sehr kleiner Teil einer Einsicht, eines Erkennens oder vielleicht auch nur eine zerstreute Resignation mit der Situation der neuen Leere um ihn herum. Der schöne Körper hatte ihn verlassen mitsamt allem,
    was er nie beachtet hatte.
    Nun hat er alles verloren, denn sie ist nicht nur die Oberfläche, sie ist so viel mehr und mehr, als er es je träumen kann.
    Er scheint keinen Zugang zu inneren Qualitäten zu haben, die gerundete Oberfläche reicht ihm vollkommen, der wohlgestsaltete Körper, doch ihr war ER zu wenig! Sie ging…

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  2. Deine geschriebenen Erotikbilder faszinieren, mal wieder…
    und…
    wie sähen denn die Fotos aus von „Ich bin mehr als das, mehr als du siehst…“, z.B. von ihrem Geist, der sicherlich sehr phantasievoll ist, oder ihrer (vielleicht gar unsterblichen) Seele…?!

    Beides ist aber nicht fotografierbar, als Bild nicht an die Wand hängbar, ob klein oder groß im Abzug, höchstens vorstellbar…
    oder hast du hierüber auch schon einmal einen ähnlich guten Text geschrieben, lieber Schreibfreund?

    Liebe Morgengrüße gen Süden
    vom Finbar

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    1. Vielen Dank, lieber Finbar,
      für deine Gedanken und Worte…
      Naja, wenn man von einem Menschen nur das sieht, was man als Fotografie an eine Wand hängen kann, sieht man nicht viel von dieser Person…
      Und nein, die restlichen Dinge sind nicht fotografierbar, doch die Bilder dazu gibt es dennoch, oder? Und sie lassen sich in den Räumen im eigenen Innern durchaus aufhängen. (Dazu brauchen sie nicht einmal einen Rahmen.) Irgendwie, vielleicht.
      Schöne Grüsse zurück…

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      1. so sehe ich das auch, lieber Disputnik, im inneren Ausstellungsraum… für andere vollkommen unsichtbar, dort hängen jede Menge davon… *lächel*
        Gottseidank!
        Liebe Morgengrüße
        vom Finbar

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      2. Ja, im inneren Ausstellungsraum, im Museum des Lebens… Vielen Dank, lieber Finbar; es ist schön, in (und aus) deinen Worten zu lesen…

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      1. Wenn man hinschaut, ja. Und zuhört. Aber wenn man etwas für gegeben nimmt, achtet man vielleicht nicht mehr darauf. Es ist so viel einfacher anzunehmen, dass alles immer so bleibt, wie es war.

        Vielen Dank fürs Schreiben 😉

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      2. Hmmja, einfach nur anzunehmen und blind und taub darauf zu vertrauen, dass alles immer so bleibt, wie es war, ist selten ein gutes Rezept… Vielen Dank nochmals…

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  3. Mal wieder meisterlich geschrieben und eine gute Mahnung. Ich hatte erst am Sonntag ein Gespräch über den allgegenwärtigen Sexismus und was er mit uns Menschen so anstellt…der Eintrag hier wäre ein guter Beitrag zum Thema gewesen.

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    1. Ich frag mich manchmal, wo Sexismus beginnt, ganz unabhängig von den verschiedenen Definitionen, die es dafür gibt. (Die Reduktion auf das Körperliche ist dabei vielleicht gar nicht in erster Linie sexistisch, sondern eine Objektivierung und vor allem doof.) Und ja, er ist allgegenwärtig, der Sexismus, man begegnet ihm überall. Und auch wenn man die sprichwörtlichen Hände diesbezüglich wohl selbst nicht immer in reiner Unschuld waschen kann, sollte man diese Hände nicht einfach nur in den Schoss legen. Vielen Dank dir, lieber Ben, für deine Gedanken und Worte…

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      1. Das problematische am Sexismus ist doch, dass er so selbstverständlich ist, dass man ihn eben auch selbst verbreitet ohne es zu wollen. Spricht mich etwa ein Plakat mit einer schönen, halbnackten Frau nicht an? Reagiere ich nicht darauf? Natürlich spreche ich darauf an und bin deswegen noch kein Sexist. Du siehst, auch ich stelle mir die Frage, wo er anfängt…und eine Antwort, die kenne ich nicht, aber er macht uns so viel kaputt. Unser eigenes Wohlbefinden und den natürlichen Umgang mit Nacktheit ebenso.

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      2. Sehr schön gesagt/geschrieben, vielen Dank… Ja, er macht viel kaputt, nicht zuletzt auch im Umgang miteinander… Die Antworten fehlen häufig, wie bei so vielen Themen, doch vielleicht ist das Infragestellen gewisser Dinge manchmal bereits ein Anfang…

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      3. Ja, absolut und deswegen mag ich deine Texte ja auch so sehr, weil sie einen immer wieder aufmerksam machen. Wachbleiben ist gar nicht so einfach, wenn man in jeder Sekunde eine Ablenkung findet.

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